3.3 Vermarktungskanal (Subset 4.1)

3.3.1 Inhalt und Ziel des Prozesses

Im Rahmen der Vermarktung von Immobilien/-Einheiten oder Mietflächen werden Daten und Informationen zu einer Wirtschaftseinheit/Mieteinheit (z.B. unbebautes Grundstück, Eigentumswohnung, bebautes Grundstück oder Mietfläche) oder einem Immobilien-Portfolio ausgetauscht. Handelt es sich um große und komplexe Immobilientransaktionen oder werden Daten zwischen den einzelnen Beteiligten öfter ausgetauscht, so existiert das Bestreben, die Daten über eine standardisierte Schnittstelle an einen Vermarktungskanal zu übergeben bzw. die Dokumente über einen elektronischen Datenraum auszutauschen.

3.3.2 Rollen

Eigentümer- und Dienstleisterstrukturen bei Immobilientransaktionen sind selten miteinander vergleichbar. Gemäß Rollenmodell nach gif-IDA können deshalb sowohl Eigentümer, Fonds-/ Investment Manager, Portfolio Manager, Asset Manager oder Property Manager als Sender und Empfänger gegenüber dem Vermarktungskanal auftreten. Ebenso kann auch der Vermarktungskanal (Vermarktungsportale, CRM-Systeme) als Sender fungieren.

Tab. 4: Rollen in der Vermarktung
Sender
Eigentümer/ Fonds-/ Investment Manager
Portfolio Manager
Asset Manager
Property Manager
Empfänger
Vermarktungskanal

3.3.3 Importzeiträume

Die Intervalle bei der Datenübermittlung in einer Vertriebsphase sind perioden-unabhängig. Oft wird innerhalb des Trans-aktionsprozesses definiert, in welchem Intervall die Daten aktualisiert bzw. durch einen erneuten Datenupload vervoll-ständigt werden und/oder Reports gegeben werden. Daten von Eigentümern (Verkäufer/Vermieter) oder seinen Dienstleistern an einen Wertgutachter werden in einem separaten Subset zur Verfügung gestellt.

3.3.4 Informationsobjekte

Im Rahmen der Vermarktung einer Immobilie oder Mieteinheit werden dem Empfänger Daten zu folgenden Informationsobjekten bereitgestellt:

  • Wirtschaftseinheit
  • Mieteinheit
  • Gebäude
  • Grundstück
  • Mietvertrag
  • Kondition