3.4 Kaufmännische Due Diligence (Subset 4.2)

3.4.1 Inhalt und Ziel des Prozesses

Im Rahmen des Ankaufs werden Daten und Informationen zu einer anzukaufenden Wirtschaftseinheit oder einem anzu-kaufenden Immobilien-Portfolio ausge-tauscht. Soweit es sich um große und komplexe Immobilien oder ein Immobilien-Portfolio handelt, können die Daten zur Einnahmenseite (Mietverträge) und zur Ausgabenseite (Leistungsverträge) auto-matisiert vom Verkäufer an den poten-ziellen Käufer übergeben werden. Dabei nutzt der potenzielle Käufer die gelieferten Rohdaten im Rahmen der kaufmännischen Prüfung (Commercial Due Diligence) zur Ermittlung des Ankaufspreises. Die im Subset definierten Datenfelder umfassen reine objektbezogene Daten, die in einem Asset-Deal benötigt werden.

3.4.2 Rollen

Die Rohdaten zur Erstellung der Ankaufskalkulation stammen von dem Property Manager, dem Asset Manager oder dem Portfolio Manager. Der Investment Manager tritt als Empfänger der Daten auf.

Tab. 5: Rollen in der kaufmännischen Due Diligence
Sender
Portfolio Manager
Asset Manager
Property Manager
Empfänger
Eigentümer/ Fonds-/ Investment Manager

3.4.3 Importzeiträume

Die Intervalle bei der Datenübermittlung in der kaufmännischen Due Diligence sind periodenunabhängig.

3.4.4 Informationsobjekte

Im Rahmen des Ankaufs einer Immobilie werden dem Empfänger Daten zu folgenden Informationsobjekten bereitgestellt:

  • Wirtschaftseinheit
  • Gebäude
  • Mieteinheit
  • Grundstück
  • Mietvertrag
  • Kondition
  • Projekte
  • Leistungsvertrag
  • Darlehen

3.4.5 Prozessspezifische Besonderheiten

3.4.5.1 Kondition

Die Konditionsarten des Quell- und des Zielsystems müssen einmalig einander zugeordnet werden. Ziel des Mappings ist es, alle übergebenen Konditionsarten automatisiert den Konditionsarten des Zielsystems zuordnen zu können (vgl. Mapping der Kontenpläne).